| Schlagquartett Köln |
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Johannes S. Sistermanns (*1955 Köln)
I thought I saw youHörstück/Film/Video/Szene Nach der Textlektüre Exposé:Grundsätzlich: Mich interessiert nicht die Virtuosität und glänzende Oberfläche jedes Mediums, dass hier beteiligt ist. Ich suche mit allen beteiligten Medien das hinter allem Wahrnehmbaren und ästhetisch Formulierten Vibrierende, mich Berührende. Ich suche durch die verwendeten Medien eine menschliche Existenz spürbar zu machen, etwas zu beschreiben, dass man geglaubt hat zu sehen, vorbei zu huschen, zu dem man eine liebevolle Beziehung haben könnte - in Klang, Gestik, Bild,Stimme - in der Stadt, in der Nacht einer Stadt. I thought I saw you ist eine auditiv-visuelle Komposition im intermediären
Bereich von Hörstück/Film/Video/Szene. Das Monitorbild ist ein stummes
Bild. Der erzeugte Klang wird nie Bild. Zwischen Abstraktion und Konkretion
changieren Bilder und Klänge, live gespielt auf den Monitoren, live-elektronisch
verarbeitet und im Studio vorproduziert, die einander nicht herleiten noch begründen.
Monitor wird Instrument, Videobild wird Partitur (es gibt keine Partitur mehr
aus Papier), Monitorglas- und Gehäuseoberfläche wird bespielte Klangfläche. Die visuelle Nähe im Videobild entspricht dem immer nahen Stimmklang des vor der Aufführung produzierten Tonbandes, was als Zuspiel während der Aufführung läuft und in der Hörspielfassung wiederum die Grundlage bildet. Nachher wird im Studio aus dem gesamten Klangmaterial der Aufführung eine mehrkanalige Tonspur erarbeitet, die dem Aufführungsvideo unterlegt wird und so gleichzeitig aber disparat zueinander abläuft und es soll ein radiophones Hörstück hergestellt werden. Eine Stadt in ihren Bildern, Nacht/Tag Audio/Monitor/Percussionisten-Die akustische Komposition ist eine Mischung aus dem aufgenommenen Klang während der Videoaufnahmen und der von Percussionisten gespielten Videos d.h. gespielter Bildoberflächen, auf Glas, dem Gehäuse des Monitors, TV- Gerätes. Video/Monitor/PercussionistenBewegte Schwarze Bilder, mal von einigen, mal von vielen Farben, Beleuchtungen einer Grossstadt, aus fahrenden Autos, Bussen, Zügen, Fahrstühlen, als Fussgänger durchquert. -Partitur ist das Videobild. Sie spielen vornehmlich auf den hellen/dunklen Flächen, sprich beleuchteten/unbeleuchteten Momenten der Stadt, so wie ein Auto durch das Bild fährt , folgt er ihm, so wie ein Wolkenkratzer mit seinen unterschiedlich beleuchteten Fenstern auf dem Bildschirm auftaucht, spielt er hierauf. Stadtraster, Strassenraster, links-rechts Verkehr, und vor allem Farben. Mit jeder Farbe geschieht etwas anderes. -Schaufenster/Ampeln/Autolichter/Wohnungsbeleuchtungen/Zahlen/Buchstaben etc. sind Elemente. -Dann das Verschwinden des Video-Bildes, das plötzliche, stellenweise Stehenbleiben eines Bildes, das ganz schwarze Bild, slow motion, springen zu jedem 5. aufgenommenen Bild, Bildteilungen, Bildauffüllungen, auslaufendes Bild, springen zwischen Farbe und Schwarz-Weiss, Zeitraffer, schnelle Bildschnitte, Bildüberlagerungen, Bildteilungen, evtl Arbeiten mit Fotos, Stills, etc. Szene/Monitor/Percussionisten-4 Monitore normaler Grösse hängen von der Decke herunter, halbkreisartig, -Bühne als Guckkasten-Bühne ist aufgehoben. das Publikum bewegt sich frei im gesamten Raum. Eine noch festzulegende, raumabhängige Anzahl von Monitoren sind mit der Bildfläche gegen die Decke, gegen die Seitenwände und zum Boden gerichtet. Sie sind die einzigen Lichtquellen für diesen Raum. Am Ende sollten sich alle Monitore, die in Richtung Wand, Decke und Fussboden gerichtet sind, mit der Bildfläche weg vom Raumrand in ihrer Aufhängung nach innen, zum Publikum und den Musikern drehen und für eine kurze Zeit in vielfach wechselnden Bildern ein visuell massives Bildende markieren. -Eine Stimme geht nach dem Black out aller Monitore im Dunklen für 1Minute weiter. Text:I thought I saw you I thought I saw you on the street just now Iain Crichton Smith in: Love Poems& Elegies Victor Gollancz Ltd. 1972 Videokünstler:Jordan Crandall Christian Deutsch Tim Etchells Augustin Gimel Gudrun Kemsa Anja Krautgasser Lilo Mangelsdorf Almut Middel Karen Mirza/Brad Butler Künstler/Technik/RaumRaum: Festivalhaus Hellerau bei Dresden, Sachsen Videokünstler: 7 Tonband/Komposition/ Klangregie: J. S. Sistermanns Sound-Design: Jay Schwartz Solisten: Schlagquartett Köln -Dauer: ca. 30 Minuten I thought I saw you wurde am 8.10.2001 innerhalb der ‚Tage für zeitgenössische Musik Dresden' im Zentrum für zeitgenössische Musik Dresden' uraufgeführt. mehr Informationen über Johannes S.Sistermanns: www.sistermanns.eu |
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| von HYPERWERK 2002 |
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